Paladin Arts

:/ Fragment

tinte und platanen

{ 20.11.2015 } vertrocknete _adern in _blattwerk [ =blattgewerk / gewirk / blattgewirk] _platanenlaub /_eichenlaub; Platanus, gr. πλάτανος [plátanos] = die Platane Quercus = die Eiche in schwarzen _furchen der _erlensamen hockt die _kälte und das _licht von gestern; das _licht der ___stundenzeiger     { 29.11.2015 } Tinte auf dem Bogen Papier verschüttet : [wollte […]



>>

:zweigeflossen (eingeflossen)

Innen [drinnen] ist in der Murmel eine Nuß versteckt; man sieht sie nicht, hört sie nicht klappern, ganz eingehüllt [im … | nervengeflecht]; dreht sich nicht.   Draußen [außen] der Frost; zieht Astdünnchen :weiß[e]: Nadelröckchen [drüber|an].   mit milchaugen beschaut; mit stummfingern die Nadelspitzen; tauen unter einem weg. mit milchaugen sieht man nicht, wie die […]



>>

auf nassem Zettel

  ein Satz klebt auf nassem Zettel an der Innenstirn Zukunft kürzer | wenn die :Zukunft kürzer als die Vergangenheit ist stumpfe Nägel kratzen an Zettelrändern die Zeit bleibt haften an [in] der Stirn   [07.11.2015] =unbekanntes [gegen | versus] _erinnerung nebelgrau | nebelzeit | nebelgestalt | ;die _erinnerung ;die ~zeit   [versatzstücke] [versatzgedanken] [fragmente]



>>

=trommelfell :nebel

  :herbst und :nebel :verwandelte straßen [und Wege] =verwandelt in breite :trübe Flüsse: :[træbe] [flæsse]: :wir schieben unsere :gedanken durch das nebelgrau [graunebel]; :nur die spärlich bekleideten :bäume treten daraus hervor :umrissen; :skelette :schwimmend :verschwimmend   nichts sehen nichts spüren Eicheln fallen uns auf’s :Trommelfell   21.10.2015



>>

über die Wahrnehmung

  Gedanken über Wahrnehmung und Empfinden. (Empfinden = Empfindung?)   Die Pilze stehen unter Frostkappen und in den Lamellen hockt die Erinnerung an die Tage zuvor.   Der japanische Stechapfel: im August noch grün: der Herbst ihn gelb… [gefaerbt]. Die Kälte nimmt ihm die Farbe. Erst weich [dann schrumpft er zu einem schwarzen stein|:kruemel.]   […]



>>

:von Pappeln und Walnussschalen

ich öffnete die fenster; wind zog durch die zimmer und auf und ihn im trieben Pappelsamen. die Pappeln dort draußen in ihren tiefschwarzen Rindengewändern. die kleinen weiß-wattenen Pappelsamen schwebten durch die räume und im licht, als trügen sie gefühle, so leicht schienen sie. ich öffnete meine hand und fand darin Walnussschalen. leer und zerbrochen lagen […]



>>

:von Linden

:man geht unter den :blättern [man wandelt? man schleicht? schreitet, schritt und ging?] :man geht unter den :blättern =und sieht nichts, hört nichts. der wind weht oben in den wolken =kein rauschen. :nur ab und an ein tropfen =kein regen. :die {Lindenblätter} sind ihrem hellgrün entwachsen, taumeln schwer in ihrem dunkelgrün =ihrem gewicht. :die {Lindenblätter} ganz glänzend lackiert […]



>>

Kastanien III

… man geht den Fußweg entlang; um einen herum Stadtlärm und unter den Füßen braungewelkte Blüten. … man schiebt eine Fußspitzen in die trocken raschelnden Blütenblätter. Die Kastanien verblühen. Man schaut in die Kronen und sieht die gelb und braun gewelkten Dolden. Man hat bereits vergessen, wie sie vor wenigen Tagen noch blühten und rochen, den süßen schweren Duft, der […]



>>

Kastanien II

eine Amsel hüpft ins Dunkel. [:turdus merula =schwarzdrossel] im :schatten der [sich schämenden] kastanie hüpft ein gelber :schnabel =die blätter tanzen um den :stamm, greifen in sich. [*ames-] – amsala / amusla [=schwarzdrossel] die :kastanie schaut in ihren :schatten. schwarz in schwarz, nur goldengelber :schnabel blitzt. im schlehenbusch die ~goldamsel. [:oriolus oriolus oriolus =pirol] der […]



>>

Kastanien

Am Rande eines Parks steht groß eine Kastanie. Sie hat ihr Haupt mit breiten grünen Blättern befächert. An ihrem Stamm die unzähligen Wunden der Vergangenheit. Abgebrochene und abgeschnittene Zweige, aus denen große Wunden wuchsen. Nun verschorft sprießen kleine Blätter in sattem grün daraus hervor. Jedes hat fünf zaghafte Finger. Gleich wie die kleinen fünf Finger der […]



>>